Ist es möglich, gleichzeitig beide Kniegelenke zu ersetzen?

 

Störungen der gesamten Funktionseinheit des Kniegelenks, verursacht durch Abnützungserkrankungen, der so genannten Arthrose, oder auch nach Verletzungen, können heute mit den künstlichen Gelenken dem Patienten wieder eine gute Lebensqualität bieten und die Funktion wiederherstellen.

Das künstliche Gelenk ersetzt die zerstörten Gelenksanteile. Wichtig ist, dass die Seitenbänder fest erhalten sind, die Belastungsachse durch den Mittelpunkt des Kniegelenks verlängerbar in den Mittelpunkt des Hüftkopfes durchs Sprunggelenk läuft. Nur so gewährleistet es eine gute Funktion, auch über Jahrzehnte.

Dies war immer schwierig, so genannt achsgerecht und bandbalanciert zu operieren. Es war der Erfahrung des Chirurgen überlassen und auch seiner Tagesverfassung.

Heute werden immer mehr künstliche Gelenke computerunterstützt milimeter genau angepasst. Diese neue Technologie bringt für den Patienten keine zusätzliche Strahlenbelastung. Es ist ein reines System, das dem Operateur alle wichtigen Informationen bietet, alle Entscheidungen bleiben aber weiterhin der Erfahrung des Orthopäden überlassen. In letzter Zeit werden immer mehr schonende Operationsverfahren, so genannte minimal invasive Operationsverfahren, angewandt, die dafür sorgen, dass Verletzungen von Haut, Muskeln und Gelenkskapsel, die bei der Operation entstehen, wesentlich geringer sind als noch vor wenigen Jahren.

Das positive daran ist, dass der Patient schneller wieder bewegen kann und auch geringere Schmerzen nach der Operation auftreten. So kann durch die moderne Operationstechnik und die dadurch verringerten postoperativen Komplikationen durchaus eine so genannte bilaterale Kniearthroplastik, das bedeutet beide Kniegelenke gleichzeitig, ersetzt werden. Voraussetzung ist aber, dass Sie in einem guten körperlichen Zustand sind, um nach der Operation auch entsprechend schnell wieder rehabilitiert werden können.

Christian Lhotka

Dr. Univ.Med.

Privat und KfA-Arzt

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